Lindemann, Schönmaier, Stelmakh und das Judo-Team von Brandenburg jubeln über Gold
Samstag, 25. Juli, 18:23
Die Finals 2026 Hannover sind am dritten Wettkampftag noch in vollem Gange, aber etliche Deutsche Meistertitel sind bereits vergeben. Wer heute über Gold, Silber und Bronze im Triathlon, Gerätturnen, Rapid Surfen und Judo jubeln durfte, haben wir für euch zusammengefasst.
Olympiasiegerin Laura Lindemann hat das Sprintrennen am Steinhuder Meer im Triathlon gewonnen. Die 30-Jährige vom Team Triathlon Potsdam setzte sich mit einer Zeit von 57:16 Minuten gegen Julia Bröcker (Dr. Loges Triathlon Team Lüneburg; 57:18 Minuten) durch. Dritte wurde Selina Klamt (HYLO Team Viernheim/Saar; 57:52 Minuten). Für Lindemann ist es bereits der sechste Deutsche Meistertitel ihrer Karriere. „Es fühlt sich gut an. Das Ziel für dieses Wochenende ist mit dem sechsten Titel definitiv erreicht, und ich freue mich, dass es so gut geklappt hat“, sagte die frischgebackene Deutsche Meisterin nach dem Rennen. „Das Rennen lief so, wie ich es mir vorgestellt habe. Das Schwimmen war gut, auf dem Rad haben wir ein bisschen zusammengearbeitet und auch etwas taktiert. Bei Meisterschaftsrennen gehört das dazu. Beim Laufen habe ich ebenfalls versucht, zu taktieren und vor allem auf meinen Schlusssprint vertraut. Das ist eine meiner Stärken, auf die ich mich verlassen kann“, sagte die Olympiasiegerin nach 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen.
Zum Auftakt der Finals im Gerätturnen in der ZAG arena gewann der Qualifikationsbeste Alexander Kunz (TSV Pfuhl) mit einer lupenreinen Übung am Boden. In einem starken Pauschenpferdfinale konnten sich nahezu alle Athleten im Vergleich zur Qualifikation steigern. Trotzdem kam keiner an dem Qualifikationsbesten Radomyr Stelmakh (SC Cottbus) vorbei, der mit 14,050 Punkten Gold holte. Den Abschluss machten an diesem Tag die Männer an den Ringen. Hier setzte sich der Titelverteidiger Artur Sahakyan (Turnzentrum Bochum-Witten) gegen seine Konkurrenten mit 14,075 Punkten durch. Erwartungsgemäß ließ Karina Schönmaier (TuS Chemnitz Altendorf) am Sprung keinen Zweifel aufkommen, dass sie sich diesen Deutschen Meistertitel sichern wird. Die Europameisterin am Sprung von 2025 zeigte zwei herausragende Sprünge und erhielt vom Kampfgericht eine Wertung von 14,063 Punkten. Nach ihrer langen Verletzungspause meldete sich Helen Kevric (MTV Stuttgart) im Rahmen der Finals an ihrem Paradegerät Stufenbarren zurück und sicherte sich mit 14,475 Punkten verdient den Titel.
Yves Viala ist neuer Deutscher Meister im Rapid Surfen. Sportler und Publikum sind begeistert von der enercity Leinewelle. Der 17-Jährige aus München erwischte am Samstag sogar zweimal die beste Welle (9,07, 9,60 Punkte) und belegte mit 18,67 Punkten den ersten Platz. Viala ist erst seit einem Jahr bei den Rapid Surfern dabei. Platz zwei belegte Konstantin „Konsti“ Leugermann aus Osnabrück (16,90), der stark in die vier Durchgänge und in die gegenüber dem Halbfinale leicht veränderte Welle startete. Platz drei belegte Marius Gerlach aus München (10,43 Punkte). Die Story dazu findet ihr hier.
Vor dicht besetzten Zuschauerrängen in der Swiss Life Hall und bei einer tollen Stimmung sicherte sich der Landesverband Brandenburg in einem packenden Finale den Titel der Mixed-Teams im Judo gegen Niedersachsen. In einem dramatischen Schlusskampf fiel die Entscheidung in der Klasse über 90 kg zwischen Ilias Küster und Louis Mai. Am Ende lag Mai mit zwei zu einer Yuko-Wertung vorne und stellte den 4:2-Endstand für Brandenburg her. In den Kämpfen um Platz drei setzten sich Schleswig-Holstein mit 4:1 gegen Hessen und Nordrhein-Westfalen mit 4:2 gegen Bayern durch.


