Yves Viala erwischt die perfekte Welle / Viel Lob von Athleten und Publikum für enercity Leinewelle
Samstag, 25. Juli, 15:52
Yves Viala ist neuer Deutscher Meister im Rapid Surfen. Der 17-Jährige aus München erwischte am Samstag sogar zweimal die beste Welle (9,07, 9,60 Punkte) und belegte mit 18,67 Punkten den ersten Platz. Viala ist erst seit einem Jahr bei den Rapid Surfern dabei. Platz Zwei belegte Konstantin „Konsti“ Leugermann aus Osnabrück (16,90), der stark in die vier Durchgänge und in die gegenüber dem Halbfinale leicht veränderte Welle startete. Platz Drei erreichte Marius Gerlach aus München (10,43 Punkte).
Noch nie war wohl die Leine in Hannover, zwischen Hohen Ufer in der Altstadt und den drei berühmten Nana-Figuren der Künstlerin Niki de Saint Phalle auf der anderen Seite, so dicht gesäumt von Zuschauenden. Schon früh am Morgen drängten sich die Besucherinnen und Besucher rechts- und linksseitig entlang der enercity Leinewelle, um die Deutschen Meisterschaften im Rapid Surfen Open Men hautnah zu erleben. Immer wieder mussten die Volunteers die Tore schließen, um den Zulauf zur Venue zu regulieren.
Wer bei strahlendem Sonnenschein von oben und der rasant rauschenden Welle unten einen Platz in der ersten Reihe erwischt hatte, der bekam ab dem Viertelfinale spektakulären Surfsport geboten. Seit 2023 gibt es die künstlich stehende Welle, nach dem Vorbild des Münchener Eisbach. Eine hochmoderne, hydraulische Anlage verwandelte die Leine in eine perfekte, druckvolle Welle – und die Zuschauenden bei den radikalen Air-Manövern und präzisen Cutbacks direkt nebenan. „Wir kannten das vorher nicht – aber es ist supercool“, sagt Rudy aus Hannover, die mit ihrem Sohn den Wettbewerb besucht.
Auch die Athleten sind begeistert von der großen Bühne, die Rapid Surfen bei den Finals 2026 in Hannover bekommt. „Wir bekommen mega viel Support, alle meine Freunde sind hier. Es ist richtig cool“, sagt Yves Viala, der neue Deutsche Meister. Und bekommt Unterstützung von Ron Köller, mit 33 Jahren einer der „Oldies“ im Feld und kurzfristig am Donnerstag ins Feld nachgerückt. „Ich hatte das Event eigentlich schon abgeschrieben und freue mich riesig, jetzt doch in Hannover dabei zu sein. Die Location ist einfach mega-geil. Und mit den jungen mitzusurfen, ist ein Riesenerlebnis und macht jede Menge Spaß“, sagt Ron, der nach dem Aus im Viertelfinale sich auch Zeit für andere Events bei den Finals 2026 in Hannover nehmen will.
Die stehende Welle hat über durchaus Tücken. „Die Welle ist tricky, sie ist nicht leicht zu surfen. Man muss sehr präzise und konzentriert auf dem Board sein. Automodus funktioniert hier nicht“, sagt Lennard „Lenny“ Weinhold, einer der talentiertesten deutschen (Rapid) Surfer, ebenfalls mit dem Homespot München. „Aber er ist gerecht, alle haben die gleichen Bedingungen“, ergänzt der 25-Jährige, der ebenfalls vom Ambiente geflasht ist. „So eine Gelegenheit und so viele Zuschauer hatten wir noch nie. Den Geräuschpegel nach einem geglückten Trick bekommt man auf jeden Fall mit – also gern wieder bei den Finals“, sagt Lenny Weinhold.
Die Damen gehen am Sonntag auf die enercity Leinewelle (ab 12.30 Uhr). Für 15.20 Uhr sind die Finalläufe in der Kategorie Open angesetzt.







