Olympiasiegerinnen setzen Highlights bei Finals - Sportstätten und VGH Finals-Meile bestens besucht
Samstag, 25. Juli, 22:44
Dritter Tag bei den Finals 2026 in Hannover: Die Olympiasiegerinnen Darja Varfolomeev (Rhythmische Sportgymnastik) und Laura Lindemann (Triathlon) holen sich bei der XXL-Sportgala in der niedersächsischen Landeshauptstadt und am Steinhuder Meer auch nationales Gold. Beim Speed-Klettern, im Rathaus oder beim Rapid Surfen sind die Venues wieder stark besucht. Auch die VGH-Finals-Meile wird bei bestem Sommerwetter glänzend angenommen.
Olympiasiegerin Laura Lindemann hat das Sprintrennen am Steinhuder Meer im Triathlon gewonnen. Die 30-Jährige vom Team Triathlon Potsdam setzte sich mit einer Zeit von 57:16 Minuten gegen Julia Bröcker (Dr. Loges Triathlon Team Lüneburg; 57:18 Minuten) durch. Dritte wurde Selina Klamt (HYLO Team Viernheim/Saar; 57:52 Minuten). Für Lindemann ist es bereits der sechste Deutsche Meistertitel ihrer Karriere. „Es fühlt sich gut an. Das Ziel für dieses Wochenende ist mit dem sechsten Titel definitiv erreicht, und ich freue mich, dass es so gut geklappt hat“, sagte die frischgebackene Deutsche Meisterin nach dem Rennen. „Das Rennen lief so, wie ich es mir vorgestellt habe“, sagte die Olympiasiegerin nach 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen.
Zum Auftakt der Finals im Gerätturnen in der ZAG arena gewann der Qualifikationsbeste Alexander Kunz (TSV Pfuhl) am mit einer lupenreinen Übung am Boden. In einem starken Pauschenpferdfinale konnten sich nahezu alle Athleten im Vergleich zur Qualifikation steigern. Trotzdem kam keiner an dem Qualifikationsbesten Radomyr Stelmakh (SC Cottbus) vorbei, der mit 14,050 Punkten Gold holte. Den Abschluss machten an diesem Tag die Männer an den Ringen. Hier setzte sich der Titelverteidiger Artur Sahakyan (Turnzentrum Bochum-Witten) gegen seine Konkurrenten mit 14,075 Punkten durch. Erwartungsgemäß ließ Karina Schönmaier (TuS Chemnitz Altendorf) am Sprung keinen Zweifel aufkommen, dass sie sich diesen Deutschen Meistertitel sichern wird. Die Europameisterin am Sprung von 2025 zeigte zwei herausragende Sprünge und erhielt vom Kampfgericht eine Wertung von 14,063 Punkten. Nach ihrer langen Verletzungspause meldete sich Helen Kevric (MTV Stuttgart) im Rahmen der Finals an ihrem Paradegerät Stufenbarren zurück und sicherte sich mit 14,475 Punkten verdient den Titel.
Yves Viala ist neuer Deutscher Meister im Rapid Surfen. Sportler und Publikum sind begeistert von der enercity Leinewelle. Der 17-Jährige aus München erwischte am Samstag sogar zweimal die beste Welle (9,07, 9,60 Punkte) und belegte mit 18,67 Punkten den ersten Platz. Viala ist erst seit einem Jahr bei den Rapid Surfern dabei. Platz zwei belegte Konstantin „Konsti“ Leugermann aus Osnabrück (16,90), der stark in die vier Durchgänge und in die gegenüber dem Halbfinale leicht veränderte Welle startete. Platz drei belegte Marius Gerlach aus München (10,43 Punkte). Link zur Story.
Vor dicht besetzten Zuschauerrängen in der Swiss Life Hall und bei einer tollen Stimmung sicherte sich der Landesverband Brandenburg in einem packenden Finale den Titel der Mixed-Teams im Judo gegen Niedersachsen. In einem dramatischen Schlusskampf fiel die Entscheidung in der Klasse über 90 kg zwischen Ilias Küster und Louis Mai. Am Ende lag Mai mit zwei zu einer Yuko-Wertung vorne und stellte den 4:2-Endstand für Brandenburg her. In den Kämpfen um Platz drei setzten sich Schleswig-Holstein mit 4:1 gegen Hessen und Nordrhein-Westfalen mit 4:2 gegen Bayern durch.
Louisa Lippmann und ihre neue Partnerin Melanie Paul (BR Volleys Berlin) haben beim Beach Volleyball den Titel bei den Frauen bei den German Beach Club Finals gewonnen. Im Endspiel siegte das Duo gegen Tillmann/Müller (Eintracht Spontent). Die holten sich zunächst ganz souverän mit 21:13 den ersten Satz, ehe Lippmann/Paul irgendwie in den Kampfmodus fanden und das Spielglück mit einem 21:18 im zweiten Satz auf ihre Seite zogen. Und im entscheidenden dritten Satz behielten sie mit 15:12 die Oberhand. Für das Endspiel um den Finals-Titel bedeutete das, dass es in einem entscheidenden Satz im Vier-gegen-Vier gemeinsam mit Mareet Maidhof und Tabea Schwarz gegen die vier Düsseldorferinnen Tillmann/Müller und Sandra Ittlinger/Kim van de Velde um den Sieg ging. Und hier gewannen die Berlinerinnen um Louisa Lippmann mit 21:16.
Im Bogensport flogen sowohl in der Finalarena vor dem Neuen Rathaus als auch auf dem Schützenplatz die Pfeile. Vor allem in der pickepackevollen Finalarena am Bristolweg am Neuen Rathaus herrschte grandiose Stimmung bei schönstem Sommerwetter. Die FSG Tacherting war dabei das Maß der Dinge im Team-Bogenschießen mit dem Recurvebogen: Nach dem Bundesligasieg im Februar in Wiesbaden verteidigten Felix Wieser, Moritz Wieser und Michael Reiter in Hannover ihren Titel aus dem Vorjahr. Im Goldfinale ließ das bayerische Trio Bastian Gropp, Kilian Mayer und Jakob Weske (SV Erfurt West 90) beim 6:0 (50-49, 58-53, 55-51) keine Chance.
Im Goldfinale der Frauen siegte der BSC BB-Berlin in der Besetzung Elina Idensen, Clea Reisenweber und Melina Koepper gegen die BSG Raubling. Beide Teams hatten ihre Probleme, die Zehn zu finden, denn die Ergebnisse der Passen war nicht so hoch wie gewohnt. Idensen legte 2:0 und 4:2 vor und hatte Match-Schuss: Idensen benötigte eine Acht und schoss eine Acht zum 5:3 (50-49, 45-51, 51-48, 51-51). „Ein gutes (Niedersachsen-)Pferd springt nur so gut, wie es muss. Es hätte nicht so spannend sein müssen, aber für das Publikum war es sicherlich cool“, so die gebürtige Niedersächsin danach lachend.
Nach den Mixed-Wettbewerben im Canadier standen im Kanu die Kajak-Zweier im Mittelpunkt. Besonders im Fokus waren die beiden Lokalmatadorinnen Paulina Paszek (HKC Hannover) und Finja Hermanussen (KC Limmer). Gemeinsam mit Dreifach-Olympiasieger Max Lemke zogen sie souverän ins Finale ein. Finja Hermanussen erreichte zusammen mit Jonas Borkowski (KG Essen) das kleine Finale und sicherte sich dort gegen Tom Liebscher-Lucz und Nele Reinwardt (beide Dresden) die Bronzemedaille. Im Finale folgte schließlich der umjubelte Heimsieg: Paulina Paszek und Max Lemke setzten sich gegen Max Rendschmidt und die frisch gekürte Weltcup-Siegerin Pauline Jagsch durch und sorgten für großen Jubel am Maschsee.
In der Rhythmischen Sportgymnastik ging Gold an Olympiasiegerin und Weltmeisterin Darja Varfolomeev (TSV Schmiden). Von Beginn an setzte sich dabei Varfolomeev an die Spitze des Feldes und zeigte erneut ihre Ausnahmestellung in dieser Sportart und kam auf 118,850 Punkte. „Ich bin mit meinem Wettkampf heute zufrieden, weiß aber, dass ich ein paar Fehler gemacht habe. Daran gilt es jetzt bis zur WM zu arbeiten und diese abzustellen“, sagte Varfolomeev im Anschluss an den Wettkampf. Mit einem fehlerfreien Wettkampf reihte sich am Ende Lada Pusch (TSV Schmiden) mit 112,100 Punkten auf Position zwei ein. Die Bronzemedaille ging an ihre Teamkollegin Anastasia Simakova mit 110,350 Punkten.







