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Marec Metzger „fliegt“ auf dem Opernplatz zu Gold / Doppelsieg für SC Germania List im 7er-Rugby

Freitag, 24. Juli, 00:51

Die ersten Medaillen bei den Finals 2026 Hannover sind vergeben. Mit Marec Metzger gab es auf dem kurzzeitig wegen Überfüllung geschlossenen Opernplatz einen Überraschungssieger im Stabhochsprung. Im 7er Rugby blieben beide Goldmedaillen in Hannover und gingen an den SC Germania List. Auch das Erika-Fisch-Stadion war bestens gefüllt. Marius Toba aus Hannover turnte in der gut besuchten ZAG arena bei seinem „Finale“ ebenfalls zu einer Medaille. Bis zum Sonntag werden bei den Finals 2026 Hannover in 24 Sportarten 143 Deutsche Meistertitel vergeben. Am zweiten Wettkampftag warten erneut viele Entscheidungen, dann überträgt die ARD im Hauptprogramm und den Streams.

Vor toller Kulisse auf dem Opernplatz von Hannover, aber bei starkem Wind hat Marec Metzger vom TSV Gräfeling den Stabhochsprung gewonnen. Der Zweite der Deutschen Hallenmeisterschaften überwand seine Einstiegshöhe von 5,20 Metern mühelos, ließ 5,30 Meter aus und meisterte auch 5,40 Meter im ersten Anlauf. Dass das schon der Sprung zu Gold sein sollte, konnte er zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht vorhersehen. Eben diese 5,40 Meter hatte Gold-Favorit Bo Kanda Lita Baehre (Düsseldorf Athletics) als Einstiegshöhe gewählt. Für den 5,90-Meter-Springer eigentlich eine machbare Aufgabe. Gleich zweimal schraubte er sich scheinbar deutlich über die Latte, bevor diese dann doch noch fiel. Der Abstand zur Latte stimmte nicht und so ging für den Favoriten leider kein gültiger Sprung in die Wertung ein. So wurden Silber und Bronze an die beiden 5,30-Meter-Springer vergeben. Fabio Wünsche (SC Potsdam) überwand diese Höhe, die nur zwei Zentimeter unterhalb seiner Saisonbestleistung liegt, gleich im ersten Anlauf und belohnte sich dafür mit Silber. Bronze ging an Constantin Rutsch (LG Olympia Dortmund), der 5,30 Meter im zweiten Versuch schaffte. Am Freitag sind die Frauen auf dem Opernplatz dran. 

Zitat des Tages

„Dafür das ich eigentlich Rentner bin und Turnen nur noch als Hobby mache, finde ich es schön, wenn man sieht, wenn man mit Leidenschaft Sachen macht, dass es gut werden kann.“

Andreas Toba, Mehrkampf Gerätturnen 

Beim Gerätturnen holte sich Radomir Stelmakh vom SC Cottbus Turnen erstmals den Titel im Mehrkampf. Der gebürtige Ukrainer war erst im Februar eingebürgert worden. Der 20-Jährige setzte vor 2000 Zuschauern in der ZAG arena mit 79,700 Punkten vor Alexander Kunz (TSV Pfuhl/77,867 Punkte) und Lokalmatador Andreas Toba TK Hannover/76,400) durch. Stelmakh startete wackelig am Boden in den Wettkampf und zeigte sich am Ende trotz Sieg nicht ganz zufrieden mit seiner Leistung. „Ich habe ein paar Fehler am Boden und Sprung gemacht“, sagte er nach dem Wettkampf und richtete zeitgleich den Blick nach vorn in Richtung des nächsten sportlichen Höhepunktes: „Aber bis zu den Europameisterschaften habe ich noch ein bisschen Zeit, um das zu verbessern.“ Andreas Toba, der in seiner Heimatstadt im Rahmen der Finals die letzten nationalen Wettkämpfe seiner Karriere turnt, überzeugte mit einem starken Mehrkampf und krönte seine Karriere mit einer Bronzemedaille.

Im 7er-Rugby blieben beide Goldmedaillen in Hannover: Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren sicherte sich der SC Germania List den Titel und versetzte die vielen einheimischen Fans im Erika-Fisch-Stadion in einen Freudentaumel. Bei den Frauen hieß es gegen SC Neuenheim 1902 12:7. Die Männer bezwangen den Dauerrivalen RG Heidelberg nach einem Herzschlagfinale und einer knappen Schiedsrichter-Entscheidung mit 17:12. Die Männer wiederholten damit ihren Erfolg aus dem Vorjahr in Dresden. 

„Die FINALS kompakt“ – Der Podcast, täglich ab 5 Uhr: Am Freitag: So lief der erste Tag, das steht sportlich auf dem Programm. Überall da, wo es Podcasts gibt.

Im Triathlon am Steinhuder Meer sicherte sich das erfolgsverwöhnte HYLO Team Saar/Viernheim mit Selina Klamt, Valentin Wernz, Annika Koch und Luca Fahrenson wieder den Titel in der Mixed Relay Staffel. Nach 1:27,04 Std. erreichte das Quartett mit deutlichem Vorsprung das Ziel vor dem SSF Bonn Triathlon TEAM und
Absolute Teamsport KTT 01 aus Köln. Titelverteidiger DSW 12 Darmstadt kam auf Platz vier, musste aber auf den Schlussathleten Henry Graf verzichten. Triathlon-Olympiasiegerin Laura Lindemann wurde mit ihrer Mannschaft Triathlon Potsdam disqualifiziert. Teamkollege Jayden Scott Koslick hatte beim Wechsel zum Laufen versehentlich die falschen Schuhe gegriffen – und löste die Disqualifikation aus.

Im Karate ist Birtat MTV Ludwigsburg seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat sich zum zweiten Mal nach 2023 die Trophäe des deutschen Mannschafts-Meisters gesichert. Ausschlaggebend war der 3:1-Erfolg gegen den Vizemeister von 2025, die Hessen Lions. „Der Titel ist absolut verdient, weil die Jungs viel Einsatz gezeigt und darüber hinaus trainiert, trainiert, trainiert und trainiert haben“, sagte Meister-Trainer Svjatoslav Prokop. Im Finale der Damen hielt sich das Adidas Team Bayern mit 2:0 gegen LILTEC RKV schadlos. Nachdem Anastasiia Semenenko mit drei Ippon-Wertungen den Kampf gegen Jil Augel vorzeitig beendet hatte, machte Douaa Rabhi beim 8:3 gegen Ili Hellen „den Deckel drauf“. 

Der erste Tag mit dem Kanu auf dem Maschsee stand im Zeichen der C1-Klasse. In einem ausgeglichenen Duell setzte sich bei den Frauen die etwas erfahrenere Maike Jakob in der zweiten Rennhälfte nach vorne und besiegte Carlotta Loske (beide KC Potsdam). Den dritten Rang belegte die Junioren-Fahrerin Cheyenne Heidl (Rheinbrüder Karlsruhe). In der Konkurrenz der Canadier-Herren ging es heiß her – und das schon im Kampf um die beiden Plätze im Finale. Im Halbfinale setzte sich der Olympiasieger von 2012, Peter Kretschmer (DHfK Leipzig), um 0,07 Sekunden gegen Moritz Adam (SC Berlin-Grünau) durch und buchte so sein Finalticket. Auch Top-Favorit Nico Pickert (DHfK Leipzig) musste für den Kampf um Gold arbeiten, er setzte sich gegen Hannes Müller (KC Potsdam) am Ende aber souverän durch. Im Finale lief es folglich auf die Konstellation aus dem Vorjahr hinaus, wieder setzte sich Nico Pickert durch. „3 zu 3 steht es jetzt zwischen uns beiden in den Duellen“, scherzt Pickert nach seinem Sieg.

Demonstrations-Wettkämpfe am Donnerstag:

Beim Stand-Up Paddling (SUP) hat Normen Weber von den Kanu-Schwaben Augsburg seinen Titel im 160-Meter-Parallelsprint erfolgreich verteidigt. Im Finale setzte sich der Routinier gegen den jungen Marlon Daskiran (WPH Berlin) durch. Im Speed-Kanu-Polo haben sich die Damen des WSF Liblar den Deutschen Meistertitel gesichert. m Finale setzten sie sich in einem packenden Duell mit 5:4 gegen den 1. MKC Duisburg durch.

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