Bühne frei für die Finals 2026 Hannover: In 13 von 24 Sportarten geht es am Donnerstag los
Mittwoch, 22. Juli, 19:25
Die Landeshauptstadt Hannover und das Umland sind bereit - Bühne frei für „Die Finals 2026 Hannover“: 13 der 24 Spitzensportarten starten am Donnerstag in die Wettbewerbe. Höhepunkte am ersten Tag sind der Stabhochsprung der Männer vor der Oper, der Mehrkampf im Turnen in der ZAG arena und die Mixed-Relay-Staffel im Triathlon am Steinhuder Meer. Am ersten Wettkampftag überträgt das ZDF ab 13 Uhr live im Hauptprogramm, dazu gibt es ab 9:35 Uhr bis zu 13 parallele Streams in den Mediatheken von ARD und ZDF.
Auf zwei Goldmedaillen darf die Gastgeberstadt Hannover zum Auftakt der Finals im 7er-Rugby hoffen. Im Vorjahr in Dresden sicherte sich Germania List jeweils den Titel bei Frauen und Männern und gehört auch in Hannover (Erika-Fisch-Stadion, ab 8.45 Uhr) zu den Favoriten. Auch Hannover 78 hat Medaillenchancen genauso wie Seriensieger RG Heidelberg. 7er-Rugby ist die schnelle und actionreiche Variante des klassischen Rugbys und gehörte 2024 in Paris erstmals zum Olympia-Programm.
Nach der Premiere im Vorjahr steht erneut Coastal Rowing im Programm – eine Sportart, die 2028 auch zum Programm der Olympischen Spiele Los Angeles gehören wird. Schauplatz ist die Badeinsel am Steinhuder Meer. Beim Beach Sprint am Donnerstag (ab 10 Uhr) starten die Athletinnen und Athleten direkt am Strand, sprinten ins Wasser, steigen mithilfe der Boathandler in die Boote und absolvieren anschließend einen Bojenparcours, bevor es zurück an Land und über den Strand ins Ziel geht.
Im Gerätturnen geht es am Donnerstag (ZAG arena, ab 11 Uhr) um den Titel im Mehrkampf der Männer. Die Meisterschaften sind gleichzeitig die letzte und wichtigste Qualifikation für die Europameisterschaften in Zagreb. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht Timo Eder (MTV Ludwigsburg). Der Mehrkämpfer erreichte bei den vergangenen Weltmeisterschaften das Mehrkampffinale und präsentierte sich zuletzt in starker Form. Herausfordern kann ihn vor allem Radomyr Stelmakh (SC Cottbus). Der 20-Jährige stammt aus der Ukraine, lebt seit mehreren Jahren in Deutschland und nahm für sein Heimatland bereits an Olympischen Spielen teil. Seit Februar besitzt er die deutsche Staatsbürgerschaft und kann erstmals regulär bei Deutschen Meisterschaften starten. Einfach genießen will den Wettkampf Andreas Toba. Der Lokalmatador präsentierte sich in dieser Saison bisher sehr stark.
Im Kanu-Rennsport steht erneut der spektakuläre 160-Meter-Parallelsprint im Mittelpunkt. Los geht’s auf dem Maschsee am Donnerstag ab 9.20 Uhr mit dem Canadier-Einer (C1) für Damen und Herren. Titelverteidiger Nico Pickert (SC DHfK Leipzig) reist nach seinem Doppelerfolg bei den Finals 2025 in Dresden als einer der Favoriten nach Hannover. Titelverteidigerin bei den Frauen ist Hedi-Moana Kliemke (KC Potsdam).
„Die FINALS kompakt“ – Der Podcast, täglich ab 5 Uhr:
Am Donnerstag: So lief die Eröffnung auf dem Maschsee, das steht sportlich am ersten Wettkampftag auf dem Programm. Überall da, wo es Podcasts gibt.
Im Karate (Swiss Life Hall, ab 9.40 Uhr) werden die deutschen Mannschaftsmeister in der Disziplin Kumite ermittelt. Vom Papier her verfügen die Herren von Birtat MTV Ludwigsburg, die die Bundesliga-Hauptrunde auf Platz eins beendeten, erneut über den stärksten Kader im Vierer-Feld. In der Damen-Konkurrenz ist der Titelverteidiger und Hauptrunden-Primus Adidas Team Bayern erster Anwärter auf den Gewinn der Mannschafts-Meisterschaft - zumal die Mannschaft mit fünf Nationalkader-Athletinnen bestückt ist.
In der Leichtathletik werden die Titelträger in Bochum-Wattenscheid ermittelt – mit Ausnahme im Stabhochsprung. Diese Wettbewerbe steigen im Rahmen der Finals vor der spektakulären Kulisse des Opernplatz Hannover. Zum Auftakt sind am Donnerstag (ab 16 Uhr) die Männer dran. Die Favoritenrolle trägt Bo Kanda Lita Baehre (Düsseldorf Athletics), der Mitte Juli in Madrid erstmals in seiner Karriere die 5,90 Meter übersprang. Schärfster Konkurrent ist vermutlich Vorjahressieger Gillian Ladwig (Schweriner SC).
Im Stadionbad Hannover (ab 16.15 Uhr) steigt im Schwimmen die Premiere der deutschen Sprint- und Lagenmeisterschaften. Bei den 50-Meter-Sprints müssen sich die Athleten in drei K.o.-Runden mit kurzen Pausen durchsetzen, zusätzlich werden die Besten in jeder der vier Schwimmarten in Addition der Rennen über 100 und 200 Meter ermittelt. Im Freistil gibt es zusätzlich die Kombinationswertung für die Mittelstrecken (400 m und 800 m). Hier möchte sich unbedingt Sven Schwarz aus Hannover die Goldmedaille sichern, auch wenn der Konkurrenzdruck in dieser Disziplin hierzulande traditionell am größten ist. Unter anderem trifft er auf den neuen 800-Meter-Europarekordler Johannes Liebmann, Olympiasieger Lukas Märtens (beide SC Magdeburg) und den Olympia-Zweiten Oliver Klemet (SG Frankfurt).
Im Trampolinturnen (ZAG arena, ab 15 Uhr) ermitteln die Frauen und Männer ihre neuen Meister. Der Wettbewerb ist zudem Qualifikation für die WM im November in China. Bei den Männern wird es einen neuen Titelträger geben. Denn durch gesundheitliche Probleme konnte Vorjahressieger Caio Lauxtermann (MTV Bad Kreuznach) nach langer Pause erst vor wenigen Wochen wieder ins Training einsteigen. Fabian Vogel (MTV Bad Kreuznach) steht deshalb wieder weit oben in der Favoritenliste. Bei den Frauen wird ein Duell zwischen Aileen Rösler und Aurelia Eislöffel (beide MTV Bad Kreuznach) erwartet.
Zum Auftakt der Triathlon-Wettbewerbe am Steinhuder Meer fällt am Donnerstag (Start 17.10 Uhr) die erste DM-Entscheidung im Mixed Relay. Im olympischen Staffel-Format absolvieren jeweils zwei Frauen und zwei Männer eines Teams nacheinander einen kurzen Supersprint. Das Mixed-Relay-Rennen gilt als eines der dynamischsten Formate und verspricht auch am Steinhuder Meer Spannung bis zur Ziellinie. Nach dem Verlust des Titels im Vorjahr will das erfolgsverwöhnte HYLO Team Saar/Viernheim wieder ganz nach oben. Neben Selina Klamt und Valentin Wernz stehen zwei weitere Aktive für die Staffel am Start, die bereits gezeigt haben, dass sie in dem Format international zur Spitze gehören: Annika Koch wurde 2024 in Hamburg Staffel-Weltmeisterin, knapp einen Monat später war Tim Hellwig Teil des Pariser Olympia-Gold-Quartetts.
Seine Finals-Premiere erlebt das Windsurfen (ab 9.45 Uhr), an der Nordseite des Steinhuder Meeres in Mardorf. Am ersten Tag geht es um die Titel in den Teamwettbewerben Sprint und Slalom. Bei den Teamwettbewerben muss ein Parcours möglichst schnell absolviert werden, gefahren wird im K.o.-Modus. Für einen fairen Wettkampf und maximale Vergleichbarkeit hat der Deutsche Segler-Verband extra für die Finals für die Teams identisches Material angeschafft.
In die Finals starten am Donnerstag mit Vorrunden-Wettbewerben auch Beachvolleyball (Opernplatz, ab 9 Uhr), Flag Football (Erika-Fisch-Stadion, ab 9.30 Uhr) und Segeln (Steinhuder Meer, ab 13 Uhr). Daneben sind Speed-Kanu-Polo (Maschsee, ab 9:20 Uhr) und Stand-up-Paddling (SUP/Maschsee, ab 11:30 Uhr, Herren-Wettbewerb) als Demonstrations-Wettkämpfe im Programm.
Zitat des Tages
„Ich hoffe, dass wir wieder zeigen können, was unsere tolle Sportart bieten kann. Wir haben nach dem Finale in Dresden sehr viele positive Rückmeldungen bekommen. Und ich bin mir sicher, dass das sportbegeisterte Publikum in Hannover für eine tolle Kulisse sorgen wird.“
Katarina Prokesova, Bundestrainerin Trampolinturnen (Entscheidung am Donnerstag in der ZAG arena)
VGH Finals-Meile
Um 14.00 Uhr öffnet zum ersten Mal die VGH Finals-Meile. Entlang der Culemannstraße und im Maschpark ist ein lebendiger Treffpunkt für die ganze Familie entstanden. Mehr als 50 Aussteller aus Sport, Medien und Wirtschaft sowie ARD und ZDF präsentieren sich mit abwechslungsreichen Angeboten. Kinder können sich beim Finals-Sportpass ausprobieren und sich über attraktive Preise freuen. Die VGH Finals-Meile ist bis 20:00 Uhr geöffnet.


