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Volle Arenen in der City, begeisterte Zuschauer:innen Hagen Boßdorf: „Hannover und das Umland haben einen perfekten Start hingelegt“

Freitag, 24. Juli, 23:32

Die Finals 2026 Hannover haben einen fantastischen Start hingelegt. Bei strahlendem Sonnenschein feierte der deutsche Sport nach dem sehr gelungenen Auftakt am Donnerstag in der Landeshauptstadt Hannover und am Steinhuder Meer am Freitag eine große Party mit vielen tausenden Besuchern – teilweise mussten Sportstätten wegen des großen Andrangs kurzfristig geschlossen werden. Sportliche Glanzlichter setzten Anjuli Knäsche beim Stabhochsprung der Frauen vor der Oper oder Silja Stöhr beim Gerätturnen in der ZAG arena. Am Samstag und Sonntag geht die Sport-Party weiter.

Hagen Boßdorf, Geschäftsführer der Finals GmbH, zog am frühen Freitagabend, ein mehr als positives erstes Zwischenfazit: „Hannover und das Umland mit dem Steinhuder Meer haben einen perfekten Start hingelegt und unsere Erwartungen und Vorstellungen bei weitem übertroffen. Tolle Stimmung, packende Bilder und Emotionen und vor allem die großartigen Leistungen der deutschen Spitzensportlerinnen und -sportler - alles war auf Top-Niveau. Die gute Nachricht: Es geht noch zwei Tage weiter – und ich denke, Hannover und das Umland können und werden sich sogar noch einmal steigern“, sagte Boßdorf. Am Samstag und Sonntag finden mit Ausnahme vom Erika-Fisch-Stadion in allen Venues Wettbewerbe statt. Dazu startet die Leichtathletik in Bochum-Wattenscheid mit ihrem Kernprogramm in die Finals 2026 Hannover. Insgesamt werden 143 Meistertitel in 24 Sportarten vergeben.

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Am Samstag: So lief der zweite Tag, das steht sportlich auf dem Programm.
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Sportlich sorgten die Munich Spatzen für einen der ersten Höhepunkte und sind neuer Deutscher Meister im Flag Football. Die Münchener besiegten Titelverteidiger Walldorf Wanderers nach einem dramatischen Spielverlauf mit 32:26 (12:10). Die rund 1500 Fans im Erika-Fisch-Stadion erlebten eine echte Football-Party. „Die Energy war in Hannover mega geil – wir haben nicht oft so viele Besucher. Und vor allem ist es schön, mit einem Sieg hier wegzugehen. Und wie man feiert, werde ich auch noch rausfinden – das war meine erste Saison bei den Munich Spatzen“, resümierte Junior Nkembi-Asel, der mit zwei Interceptions der Matchwinner für München war.

In einem spektakulären Stabhochsprung-Wettkampf hat sich Anjuli Knäsche vor der Oper Hannover den Meister-Titel geholt. Angefeuert von vielen Fans nahm die Stuttgarterin bei 4,45 Metern zum ersten Mal Anlauf. Die 32-Jährige erwischte den Sprung optimal und katapultierte sich unter dem ohrenbetäubenden Jubel der Zuschauer über diese Höhe. Die Stuttgarterin ballte die Faust, denn es war klar: Der vierte DM-Titel ihrer Karriere war ihr nicht mehr zu nehmen. Und damit nicht genug: Knäsche meisterte im Anschluss im dritten Versuch auch noch 4,55 Meter. Anna Hiesinger (LAZ Ludwigsburg) steigerte sich auf 4,40 Meter und wurde Zweite. Bronze ging mit eingestellter Saisonbestleistung von 4,30 Metern an Sarah Vogel (Eintracht Frankfurt).

Bei der Premiere der Mixed Relay-Staffel im Speed Klettern platzte der Opernplatz fast aus allen Nähten – die Besucherinnen und Besucher reihten sich dicht an dicht, nachdem zuvor die Stabhochsprunganlage in Windeseile abgebaut worden war und so für noch mehr Platz sorgte. In Finale setzten sich Nele Thomas und Andrin Zedler (Mannschaft Nordrhein-Westfalen 2) durch und holten Gold vor Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Beim Gerätturnen Mehrkampf in der ZAG arena siegte etwas überraschend Silja Stöhr. „Es ist einfach krass. Es war so gut heute. Ich bin einfach dankbar“, sagte Stöhr nach dem Vierkampf, den sie mit 53,301 Punkten abschloss und vor Karina Schönmaier (TuS Chemnitz-Altendorf) und Pauline Schäfer-Betz (KTV Chemnitz) gewann.

Vor ebenfalls gut gefüllten Tribünen am Maschsee lieferte der Kanu-Rennsport erneut packende Rennen im Para-Kanu und im Mixed-Canadier. Den Auftakt machten die Para-Athleten. „Dass wir olympische und paralympische Disziplinen im gleichen Atemzug hier vorzeigen können, ist eine tolle Errungenschaft. Alleine die Sichtbarkeit, die wir damit erzielt haben, ist sensationell“, freute sich André Brendel, Para-Kanu-Bundestrainer. Anschließend standen die Mixed-Wettbewerbe im Canadier-Zweier auf dem Programm. Den Titel machten die beiden Favoritenduos Maike Jakob/Nico Pickert und Carlotta Loske/Moritz Adam unter sich aus. Nach einem engen Rennen setzten sich die Sieger der Einer-Wettbewerbe vom Vortag mit nur 0,7 Sekunden Vorsprung durch.

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