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AC Speyer siegt bei der Premiere im Gewichtheben / Emotionaler Abschied für Hannoveraner Turner Andreas Toba

Sonntag, 26. Juli, 17:21

Vierter und letzter Tag bei den Finals 2026 in Hannover: Am Finaltag werden nochmals fast 60 Medaillensätze vergeben. Die erste Medaille sicherte sich Lasse Lührs beim Triathlon am Steinhuder Meer. Einen emotionalen Abschied erlebte Lokalmatador Andreas Toba beim Gerätturnen. Auch bei leicht regnerischen Wetter besuchten viele Zuschauerinnen und Zuschauer die temporären Sportstätten in der Landeshauptstadt und im Umland am Steinhuder Meer und feierten die Athletinnen und Athleten.

Über 6000 Zuschauerinnen und Zuschauer haben in der ausverkauften ZAG arena für einen spektakulären Abschluss der deutschen Meisterschaften im Gerätturnen gesorgt. Die letzten Titel an den Einzelgeräten holten Helen Kevric (MTV Stuttgart/Schwebebalken) und Karina Schönmaier (TuS Chemnitz-Altendorf/Boden) sowie Marcel Graf (VT Rinteln/Sprung), Radomyr Stelmakg (SC Cottbus Turnen/Barren) und Gabriel Eichhorn (MTV Stuttgart).

Einen großen Abgang erlebte auch Lokalmatador Andreas Toba vom TK Hannover, der sein Heimspiel mit Bronze am Reck und einer noch wertvolleren Medaille beenden konnte. Der 35-Jährige hatte sich für die Meisterschaft in seiner Heimatstadt noch einmal fit gemacht und stand nach dem Mehrkampf sogar auf dem Podium mit Bronze dekoriert. Eine weitere Medaille mit besonderem Wert bekam der vierfache Olympia-Teilnehmer schon vor seinem Einsatz am Reck überreicht. Aus den Händen von DTB-Präsident Dr. Alfons Hölzl erhielt Toba die Flatow-Medaille für seine sportlichen Erfolge, aber auch sein gesamtes Wirken für den deutschen Turnsport, in dem er sich auch schon lange als Nachwuchstrainer einbringt. 

Lasse Lührs hat sicherte sich den Einzel-Titel der Elite im Triathlon auf der Sprintdistanz den Titel gesichert. Der 30-Jährige vom SSF Bonn Triathlon Team setzte am Steinhuder Meer nach 52:12 Minuten vor Justus Töpper (HYLO Team Saar; 52:21) und Jaspar Ortfeld (HYLO Team; 52:29) durch. Für Lührs war es nach dem Titel 2022 in Berlin der erste große nationale Erfolg in der Elite. „Ich bin super happy, ich kann es noch gar nicht so richtig glauben. Ich hatte schwere zwei Jahre und jetzt wieder Deutscher Meister zu sein, bedeutet mir sehr viel“, sagte der Mixed-Relay-Olympiasieger von Paris 2024.  Der neue Meister hatte sich schon zu Beginn des Rennens über 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen in der Spitzengruppe befunden.  

Erstmals war im Gewichtheben das Mannschafts-Finale der SBD German Weightlifting Bundesliga in der Swiss Life Hall Teil des Multisport-Events – und die vielen Zuschauerinnen und Zuschauer haben ihr Kommen nicht bereut. Nach einem spannenden Wettkampf setzte sich der AC Speyer vor dem AC Mutterstadt und dem Chemnitzer AC durch. Beim Breaking im Rathaus setzte sich B-Boy Snow durch. Beim Speed Klettern vor der Oper stürmte Mina Josephine Schultz aus Holzwickede am schnellsten die 15 Meter Wand hoch und krönte sich zur Deutschen Meisterin. Im Rapid Surfen setzte sich mit Valeska Schneider aus München die Top-Favoriten auf der enercity Leinewelle durch, die erneut von taussenden Besuchern gesäumt war. Im Beach Volleyball der Männer setzte sich im Finale der Club Finals Eintracht Spontent mit 2:0 Sätzen gegen die Hauptstadt Beacher durch – trotz leichtem Regen war die Arena vor der Oper prall gefüllt. Beim Schwimmen in der Stadionsporthalle stand am letzten Tag Sven Schwarz aus Hannover ganz oben auf dem Treppchen. Der Lokalmatador siegte über die 400 Meter in 3:49,40 Minuten. In der voll besetzten 3x3 Basketball-Arena setzte sich im Finale der Frauen der SVD 49 Dortmund überlegen und vorzeitig mit 21:13 gegen Wedel durch.

Marie Marquardt und Recurveschütze Moritz Wieser sind die Königin bzw. der König im Bogensport in der Disziplin Compound. Beide Sportler sicherten sich am letzten Tag den zweiten Meister-Titel. Nach Team-Gold am Vortag standen sie mit ihren Partnern Tim Krippendorf (Blankenfelder BS 1) und Katharina Bauer (BSG Raubling 3) erneut ganz oben auf dem Treppchen.

Vor einer begeisternden Kulisse am Maschsee gingen am Sonntag auch die Wettbewerbe im Kanu-Rennsport zu Ende.  Für die größte Überraschung des Tages sorgte im Kajak Chelsea Roussiekan (Rheintreue Düsseldorf). Die Düsseldorferin setzte sich in einem hochspannenden Finale hauchdünn gegen Pauline Jagsch (SC Berlin-Grünau) durch. Die besondere Atmosphäre am Maschsee begeisterte die Siegerin: „Es ist ganz anders als bei normalen Regatten. Schon morgens standen viele Zuschauer an der Strecke, die Stimmung war einfach super. Am Start hört man die Menschen klatschen und anfeuern, das motiviert unglaublich.

Bei den Herren ließ Max Lemke (KC Potsdam) der Konkurrenz keine Chance. Der Olympiasieger dominierte den Wettbewerb vom Vorlauf bis ins Finale und bestätigte seine Favoritenrolle eindrucksvoll. Im Endlauf setzte er sich souverän durch und sicherte sich den Titel. Silber gewann Tom Liebscher-Lucz (KC Dresden). Bronze ging an Leon Michael Reckzeh (KC Potsdam). Auch Lemke zeigte sich begeistert von den Finals in Hannover: „Das ist eine tolle Location hier in Hannover. Es hat super viel Spaß gemacht, hier gemeinsam mit dem Maschseefest auf der Strecke unterwegs zu sein. Die Location ist super und das sollten wir auf jeden Fall wiederholen. Die Stimmung hat natürlich auch dazu beigetragen, es macht einfach Spaß, in solche Rennen zu fahren.“

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