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Der Weg zur WM in Budapest führt über Kassel

Der Weg zur WM in Budapest führt über Kassel

Nach sieben Jahren kehren die Deutschen Meisterschaften am 8./9. Juli nach Kassel zurück. Die Organisatoren des DLV, des Hessischen Leichtathletik-Verbandes und der Stadt Kassel informierten Anfang April in einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand der Vorbereitungen. Deutschlands beste Leichtathletinnen und Leichtathleten sollen im Auestadion bestmögliche Bedingungen vorfinden.

Rund drei Monate vor den Deutschen Meisterschaften ist die Vorfreude in Kassel bereits groß. „Die gesamte Region hat Lust auf Leichtathletik“, sagte Andrea Fröhlich, Leiterin des Sportamtes Kassel, am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Kasseler Auestadion. Vorfreude auf die DM schürt bereits jetzt eine Straßenbahn mit exklusiver Werbung für die Titelkämpfe im Auestadion. 

Sven Schröder, Direktor Events beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV), kann bestätigen, dass sich das große Interesse des Publikums auch im Kartenverkauf widerspiegelt. Dauerkarten gibt es bereits seit Herbst, in der vergangenen Woche startete der Vorverkauf der Tagestickets. „Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir bereits mehr als 4.000 Tickets pro Tag verkauft. Die Vorbereitungen laufen gut und wir wollen für die Athletinnen und Athleten bestmögliche Bedingungen für ihre WM-Qualifikation schaffen.“

Bei der DM werden nicht nur Meistertitel, sondern auch Startplätze für die Weltmeisterschaften in Budapest (Ungarn; 19. bis 27. August) vergeben. Dafür ist eine umfangreiche Fernseh-Übertragung geplant. „Pro Tag können wir uns auf mindestens zwei Stunden Live-Übertragung zur Prime-Time freuen“, sagte Schröder.

Lisa Mayer: Mit Gold-Schub von München gen Kassel und Budapest

Auf den Rückenwind von Kassel zählt auch Sprinterin Lisa Mayer (Sprintteam Wetzlar), die mit dem Auestadion nur Gutes verbindet: 2011, als die DM erstmals in Kassel stattfand, war die damals 15-Jährige als Teilnehmerin eines Jugendlagers vor Ort. Fünf Jahre später holte sie im ersten U23-Jahr zwei DM-Silbermedaillen und qualifizierte sich in Kassel für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (Brasilien). „Ich habe an die DM 2016 nur die besten Erinnerungen. Es waren sehr stimmungsvolle Meisterschaften mit fast ausverkauftem Stadion“, sagte die Europameisterin mit der 4x100-Meter-Staffel.

Ihr Weg zur DM in Kassel, wo sie einen Doppelstart über 100 und 200 Meter plant, führt über ein Ende April beginnendes Trainingslager in Clermont (USA). Dort wird sich die 26-Jährige auf die Saison vorbereiten. Lisa Mayer baut darauf, dass der Schwung von der EM in München die Leichtathletik-Euphorie des Publikums hochhält und sie durch die Freiluftsaison tragen wird. Bislang verlief ihre Vorbereitung gut, es traten keine schwerwiegenden Verletzungen auf – eine wichtige Basis für einen erfolgreichen Sommer.

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Auch Thorsten Kertz ist überzeugt, dass die Titelkämpfe eine Highlight-Veranstaltung des Sportsommers werden: „Nordhessen hat gezeigt, dass die ganze Region leichtathletikbegeistert ist“, sagte der Geschäftsführer Veranstaltungsmanagement beim Hessischen Leichtathletik-Verband (HLV), der bereits die Deutschen Meisterschaften 2011 und 2016 mitorganisiert hat. Derzeit bietet der HLV Fortbildungen für Kampfrichterinnen und Kampfrichter an, um diese bestmöglich für die DM zu schulen. „Das Ehrenamt hat bei uns einen hohen Stellenwert“, betonte Peter Grunwald, HLV-Vizepräsident Kreise. „Unsere Kampfrichterinnen und Kampfrichter wollen den Athleten partnerschaftlich zur Seite stehen. Ziel ist es daher, kompetent auf dem Platz zu agieren.“

Im Kasseler Auestadion finden alle Disziplinen mit Ausnahme des Stabhochsprungs der Frauen und Männer statt, der im Rahmen der Finals 2023 Rhein-Ruhr am Rheinufer in Düsseldorf am 6./7. Juli ausgetragen wird. Damit soll Sichtbarkeit im Rahmen der Finals generiert werden.

Große Vorfreude auf Leichtathletik-Fest in Kassel

Der neue DLV-Sportdirektor Dr. Jörg Bügner sagte hierzu: „Die Deutschen Meister:innen im Stabhochsprung am Rheinufer in Düsseldorf werden im Rahmen der Finals ermittelt, was auch bei unseren TV-Partnern ARD/ZDF übertragen wird. Für die Sportart Leichtathletik bedeutet dies eine zusätzliche mediale Aufmerksamkeit, bevor es beim DM-Wochenende in Kassel um Titel sowie um die Qualifikation für die WM in Budapest geht. Wir danken dem Land Hessen, der Stadt Kassel und dem Hessischen Leichtathletik-Verband für die großartige Unterstützung im Vorfeld.“

Kassels Sportdezernet Dirk Stochla sagte in seinem Statement: „Die Stadt Kassel ist seit mehreren Jahren als Gastgeber von internationalen Wettkämpfen und als eine von sechs ausrichteten Städten der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften ein Förderer der regionalen und überregionalen Leichtathletik. In diesem Sinne haben wir uns mit dem Deutschen Leichtathletik-Verband abgestimmt und einer Auslagerung des Stabhochsprungs der Frauen und Männer zu den parallel stattfindenden Finals in Duisburg und Düsseldorf zugestimmt. Dies bietet der Leichtathletik die attraktive Möglichkeit, sich im Sinne des Sports auch bei diesem Sportevent zu präsentieren.

In Kassel freuen wir uns auf ein tolles Leichtathletikfest. Auf dem Weg zu den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Budapest führt kein Weg an Kassel vorbei. Damit sind erstklassige Leistungen der nationalen Leichtathletik-Elite zu erwarten. In Kassel investieren wir regelmäßig in unsere Sportinfrastruktur, um die besten Rahmenbedingungen für die Athletinnen und Athleten zu bieten. Zuletzt wurde rechtzeitig zur Meisterschaft eine neue Videoleinwand aufgebaut und Teile der Laufbahn sowie die Sektoren erneuert. Kassel ist bereit für die DM!“

Text: Svenja Sapper

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